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Diözesanrat: Kirche hat nicht die Vollmacht, Segen zu verweigern

Frühjahrsvollversammlung beschließt neue Satzung für Laiengremien auf verschiedenen Ebenen – Dekanate künftig auf Landkreisebene – Pfarrer Stefan Mai folgt als Geistlicher Assistent auf Domkapitular Christoph Warmuth

Würzburg (POW) Mehrheitlich hat sich der Diözesanrat der Katholiken bei seiner virtuellen Frühjahrsvollversammlung am Samstag, 20. März, für die kirchliche Segnung homosexueller Paare ausgesprochen. „Wir betonen: Liebe ist keine Sünde. Wo jemand um den Segen Gottes für seine*ihre Liebesbeziehung bittet, hat die Kirche nicht die Vollmacht, diesen Segen zu verweigern“, heißt es in dem mit großer Mehrheit angenommenen Antrag. Darin rufen die Delegierten alle Bischöfe auf, sich für eine „längst überfällige Weiterentwicklung der kirchlichen Lehre einzusetzen, um wissenschaftliche Erkenntnisse endlich wahr- und anzunehmen“. Anstatt Leid zu verursachen müsse die kirchliche Lehre Orientierung und Hilfe für ein gelingendes Leben bieten. „Als pilgerndes Volk Gottes sind wir gemeinsam unterwegs und es ist unsere Aufgabe, uns dabei gegenseitig zu stützen. Wo Paare um den Segen für ihre Liebe bitten, ist es unsere Aufgabe, ihnen diesen zuzusprechen“, heißt es in dem Antrag.

Beschlossen wurden zudem mit großer Mehrheit die neuen Satzungen für den Gemeinsamen Pfarrgemeinderat in der Pfarreiengemeinschaft, den Rat im Pastoralen Raum und den Diözesanrat. Zudem sprachen sich die Delegierten dafür aus, dass die Dekanate künftig unter Einbezug der kreisfreien Städte geografisch umschrieben werden sollen. Die inhaltliche Ausgestaltung der Mittleren Ebene auf Basis dieser geografschen Umschreibung müsse fortgesetzt, der Diözesanrat daran beteiligt und Einvernehmen mit ihm hergestellt werden. Ein abschließendes Votum hierzu will der Diözesanrat erst im Herbst abgeben. Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran unterstrich, die Dekanate seien künftig die schlanke Mittlere Ebene: „Das Leben spielt sich in den Pastoralen Räumen ab.“

Nach elf Jahren als Geistlicher Assistent verabschiedete der Diözesanrat am Freitagabend, 19. März, Domkapitular Christoph Warmuth. Stellvertretender Vorsitzender Ralf Sauer würdigte ihn als „zuverlässigen und wertvollen Wegbegleiter auf Augenhöhe“. Er habe mit dem Gremium zusammen so manche Berg- und Talfahrt gemeistert. „Dabei hast Du uns immer wieder die Frohe Botschaft Jesu als Wegweiser und Anker vor Augen geführt.“ Der gewählte und von Bischof Jung bestätigte Nachfolger Warmuths als Geistlicher Assistent ist Pfarrer Stefan Mai, Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Franziskus am Steigerwald, Gerolzhofen“. Er nahm am Samstag erstmals an der Vollversammlung teil.

Noch in der laufenden Amtsperiode wird sich der Diözesanrat damit beschäftigen, wie die Frohe Botschaft so zur Sprache gebracht werden kann, dass „sie Plausibilität und Relevanz gewinnen kann“, heißt es in einem weiteren Beschluss der Versammlung. Es gehe darum, zeitgemäße Aktions- und Sozialformen zu finden, in denen das Evangelium verstehbar sei und gesellschaftliche Bedeutung erfahre.

mh (POW)

(1221/0292; E-Mail voraus)

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